Die Regierung hat sich auf eine Reform des Wehrdienstes verständigt. Bei einem Sommerministerrat in der Schwarzenbergkaserne in Salzburg stellten die Koalitionsspitzen am Montag eine Einigung vor. Der Grundwehrdienst wird künftig um drei Monate verlängert und mit verpflichtenden Truppenübungen verbunden.

Beim Zivildienst soll zunächst eine freiwillige Verlängerung um zwei Monate möglich sein. Falls die Zahl der Grundwehrdiener zu gering ist, wird der Zivildienst verpflichtend auf elf Monate verlängert. Die Reform soll die Wehrdienstleistung stärker in den Alltag integrieren und die Ausbildung der Soldaten verbessern.

Die Entscheidung folgt auf jahrelange Diskussionen innerhalb der Regierung. Die Koalition hat sich auf eine Kompromisslösung geeinigt, um die Wehrdienststruktur zu modernisieren. Die Details der Reform sollen in den nächsten Monaten im Gesetzgebungsprozess beraten werden.

Die Reform betrifft alle Männer im Alter zwischen 18 und 45 Jahren, die im Wehrdienst dienen müssen. Die neue Regelung soll die Wehrdienstpflicht für alle Beteiligten transparenter und effizienter gestalten. (orf.at)