Nach dem islamistischen Terroranschlag auf die Pride-Parade in Berlin hat Österreich die islamistische Radikalisierung in den Fokus gerückt. Das Innenministerium gibt an, dass die Zahl der Gefährder im Land im „niedrigen dreistelligen Bereich“ liegt (news.at). Zudem warnt der Verfassungsschutz vor Angriffen auf die LGBTQIA+-Community, insbesondere im Raum Graz (steiermark.orf.at).

Die Debatte um verschärfte Maßnahmen gegen Gefährder gewinnt an Aktualität. In Deutschland fordern Stimmen nach dem Berlin-Attentat eine Verschärfung des Terrorstrafrechts. Ein Tatverdächtiger war erst im Mai 2026 wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat verurteilt worden, kam aber auf Bewährung frei (orf.at).

In Österreich arbeitet Moussa Al-Hassan Diaw im Bereich der Deradikalisierung. Er sieht Mängel in der aktuellen Sicherheitspolitik und betont die Komplexität der Radikalisierung. Die Terrorwarnstufe bleibt auf hohem Niveau, was auf die Bedrohung durch islamistische Gruppierungen hinweist.