Spanien hat sich am Samstag über Kritik aus der Europäischen Union an seiner Migrationspolitik geärgert. Nach der Ankunft von bis zu 60.000 Migranten in der spanischen Exklave Ceuta hatten mehrere EU-Länder den Ausschluss des Landes aus dem Schengen-Raum gefordert. Ministerpräsident Pedro Sánchez bezeichnete diese Reaktionen als „Ignoranz“. Obwohl fast alle Migranten nach Marokko zurückgekehrt sind, bleibt das Thema Sicherheit der Außengrenzen ein zentraler Punkt in der EU (orf.at).
Die EU-Innenminister planen eine Sondersitzung am Dienstag, um über eine koordinierte Strategie zu diskutieren. 22 EU-Chefs, darunter Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker, fordern eine gemeinsame Lösung. Spaniens Regierungschef Sánchez kritisierte zudem mehrere EU-Staaten für ihre Reaktion auf die Krise (tt.com).
Sicherheitsexperte Joachim Weber vermutet, dass Marokko die Migrantenbewegung als Druckmittel einsetzte, was mit dem Westsahara-Konflikt in Verbindung stehen könnte. In Spanien sitzt der Schock nach dem Ansturm auf Ceuta tief. Die Aufarbeitung der Situation in Spanien und der EU hat begonnen (n-tv.de).






















