Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat nach der Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta gefordert, die Kontrollen an den Außengrenzen zu verschärfen. Die Krise, die im August 2023 ausbrach, als tausende Migranten in die Stadt einströmten, hat Spanien und die EU vor große Herausforderungen gestellt. Die Situation hat zu Spannungen mit Spanien geführt, das die Art, wie die EU auf die Krise reagierte, kritisiert hatte.

Von der Leyen betonte, dass die Sicherheit der Außengrenzen eine „gemeinsame europäische Verantwortung“ sei. Sie forderte ein „geschlossenes Vorgehen“ der EU, um ähnliche Situationen in Zukunft zu vermeiden. Die spanische Regierung, unter der Führung von Pedro Sánchez, hatte in der Krise unter Druck geraten, da die Migranten in Ceuta nicht kontrolliert werden konnten. Sánchez war während der Krise im Urlaub, was in der Öffentlichkeit kritisiert wurde.

Die EU-Innenminister tagten nach der Krise, um über die weitere Vorgehensweise zu diskutieren. Experten wie Paul Schmidt von der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖfGE) kritisierten, dass in der Causa Ceuta „viele Schnellschüsse“ gegeben wurden. Die Solidarität innerhalb der EU sei nach seiner Ansicht noch ausbaufähig. Die Migranten, die in Ceuta einströmten, stammten vor allem aus Nordafrika und hofften auf eine Einreise in die EU. Die Exklave Ceuta ist ein wichtiger Vorposten für viele Migranten, die Europa erreichen wollen.