Die spanische Exklave Ceuta war am Dienstag von einem massiven Flüchtlingsandrang an der Grenze zum marokkanischen Territorium erschüttert. Marokko meldete zunächst elf Tote, während Spanien mindestens 72 Opfer zählte. Eine Menschenrechtsorganisation sprach sogar von fast 130 Toten (de.nachrichten.yahoo.com). Die Zahlen widersprechen sich deutlich, was zu heftigen diplomatischen Spannungen zwischen den beiden Nachbarn führt.
Die marokkanische Regierung weist die Schuld für den Andrang nicht auf sich und verantwortet ihn stattdessen für falsche Informationen im Internet, Schleuseraktivitäten und eine falsch interpretierte spanische Gerichtsentscheidung (t-online.de). Laut einem Sprecher des Innenministeriums in Rabat sei der Andrang nicht organisiert, sondern spontan entstanden (cash.ch). Spanien hingegen betont, dass die Zahlen nicht übereinstimmen und die Situation an der Grenze weiterhin kritisch sei.
Die spanische Regierung warf Marokko vor, die Flüchtlingskrise durch falsche Berichte zu verschärfen. Gleichzeitig betonten beide Seiten, dass die Migration an der Grenze zu Ceuta weiterhin ein Problem bleibt, das eine koordinierte Lösung erfordert (n-tv.de). Die Situation bleibt unklar, und die Konflikte zwischen den beiden Nachbarn zeigen sich in den unterschiedlichen Darstellungen der Ereignisse.
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