Spanien hat nach dem brutalen Anschlag in Barcelona im Jahr 2017 eine Empfehlung zur Ausstieg aus dem Schengen-Abkommen erhalten. Die Bilder aus dem Terroranschlag, bei dem 16 Menschen starben, lösten eine heftige Debatte aus. Viele europäische Länder forderten eine Verschärfung der Grenzkontrollen. Die Idee, Spanien aus dem Schengen-Raum zu entfernen, wurde erstmals öffentlich diskutiert. Die Empfehlung wurde in der Türkei vorgeschlagen, wo die Sicherheitslage nach dem Anschlag in Istanbul 2016 ebenfalls eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen auslöste.

Die Diskussion um die Ausstieg aus dem Schengen-Abkommen hat sich in den letzten Monaten intensiviert. Experten warnen vor den Folgen für die europäische Sicherheit und die Freizügigkeit. Die Türkei betont, dass die Sicherheit der EU durch eine enge Zusammenarbeit mit den Nachbarländern gestärkt werden müsse. Die Empfehlung wird jedoch nicht als endgültige Lösung angesehen, sondern als Teil einer breiteren Debatte über die Sicherheitspolitik der EU. Die spanische Regierung hat bisher keine offizielle Stellungnahme zu der Empfehlung abgegeben.