Die Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta hat die EU in Aufruhr versetzt. Nach dem Ansturm von bis zu 60.000 Migranten auf die Grenze zu Marokko forderten mehrere EU-Länder den Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez bezeichnete die Kritik als „Ignoranz“ (orf.at). Die Situation in Ceuta wurde von Außenminister Johann Wadephul als „absoluter Stresstest“ beschrieben. Er betonte, dass der Schutz der EU-Außengrenzen jetzt Priorität haben müsse (zeit.de).

Die SPD-Chef Lars Klingbeil forderte Solidarität mit Spanien und lobte die schnelle Reaktion der Regierung. Er appellierte an den Respekt vor der spanischen Migrationspolitik und erkannte an, dass Sánchez entschlossen gehandelt habe (n-tv.de). Zudem wurde berichtet, dass viele Migranten nach Marokko zurückgekehrt sind, doch die Sicherheit der Außengrenzen bleibt ein zentrales Thema für die EU (tt.com). Die EU-Innenminister planen eine Sondersitzung, um den Druck auf Spanien zu erhöhen (news.google.com).