Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) hat mit einer Aussage während seiner Sommertour in Österreich für heftige Kritik und Diskussionen gesorgt. In Salzburg bezeichnete er unbezahlte Kinderbetreuung als keine Arbeit, was von der Opposition und innerhalb der eigenen ÖVP-Reihen scharf angeprangert wurde. Die Chefin der Arbeiterkammer, Renate Anderl, bezeichnete die Aussage als „unfassbar“ und betonte, dass die Betreuung von Kindern eine „anstrengende Arbeit ohne Bezahlung“ sei (orf.at).
Die Aussage löste auch in der Bevölkerung Empörung aus. FPÖ-Chef Herbert Kickl kritisierte die Äußerung als „Verhöhnung der Mütter“ und betonte, dass die Arbeit der Eltern in der Kinderbetreuung respektiert werden müsse (news.at). Zudem kritisierte Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom die Aussage und forderte eine bessere Anerkennung der Elternarbeit (steiermark.orf.at).
Stocker entschuldigte sich nach der Reaktion, doch die Debatte um die Wertschätzung von unbezahlter Arbeit bleibt weiterhin hochbrisant. Die Kritik zeigt, wie stark die Aussage in der Gesellschaft aufgegriffen wurde und welche Spannung zwischen Politik und Alltag besteht.


















