Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat seine Bereitschaft bestätigt, einem Ministerpräsidenten der AfD nach deren Wahlsieg in Sachsen-Anhalt ins Amt zu verhelfen. Die Partei, die bei der Landtagswahl am Sonntag erstmals in den Landtag eingezogen ist, wird von der AfD als mögliche Koalitionspartnerin angesehen. Ulrich Siegmund, AfD-Spitzenkandidat, will eine stabile Mehrheit im Landtag organisieren, um Ministerpräsident zu werden.

Das BSW, das in der Vergangenheit oft mit der AfD zusammengearbeitet hat, betont, dass es sich im dritten Wahlgang nicht querstellen werde. Die Parteigründerin Sahra Wagenknecht wird als mögliche Königsmacherin gesehen, da sie im BSW „Schnittmengen“ mit dem rechten Wahlsieger der AfD sieht. Zwar wird die Regierungsbildung als schwierig eingeschätzt, doch das BSW bleibt in der Debatte über die Koalitionsoptionen unaufdringlich.

Die AfD, die in Sachsen-Anhalt erstmals eine Regierung bilden könnte, schaut vor allem auf das BSW, um eine Zusammenarbeit vorzuschlagen. Ein prominenter AfD-Politiker sieht jedoch auch „Unwägbarkeiten“ in der Koalition. Die politische Landschaft in Deutschland wird durch den Wahlsieg der AfD und die mögliche Zusammenarbeit mit dem BSW erneut erschüttert.