Der deutsche Außenminister Johann Wadephul hat am Montag einen unerwarteten Besuch in der Ukraine angemeldet. Während er in Kiew ist, wurden ballistische Raketen auf einen Vorort der Hauptstadt abgeschossen. Wadephul kündigte weitere deutsche Unterstützung für das Land an.

Die Situation bleibt angespannt, da Russland weiterhin Angriffe auf ukrainische Städte durchführt. In der südöstlichen Stadt Krywyj Rih stieg die Zahl der Toten nach einem Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum auf mindestens 16. Zwei Kinder sind unter den Vermissten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Russland einen Terroranschlag auf Zivilisten vor.

Wadephul zeigte sich erschüttert von den Bildern der Zerstörung und betonte, dass die täglichen Szenen "niemanden kalt lassen". Er kritisierte die Propaganda des Kremls und prognostizierte Russland einen wirtschaftlichen Ruin. Die deutsche Unterstützung für die Ukraine wird weiterhin in Höhe von mehreren Milliarden Euro angekündigt.

Die Ukraine feiert am Montag ihren Unabhängigkeitstag, der zum 35. Mal stattfindet. Wadephuls Besuch erfolgt im Vorfeld dieses Jubiläums. Er traf sich mit ukrainischen Politikern und versprach weitere militärische und finanzielle Hilfe.