Renate Anderl, Präsidentin der Arbeiterkammer, hat Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) öffentlich zur Rede gestellt, nachdem dieser auf seiner Sommertour behauptet hatte, unbezahlte Kinderbetreuung sei keine Arbeit. In einer Sendung des Ö1-Mittagsjournals am Samstag, 8. August, betonte Anderl, dass die Kinderbetreuung in Wirklichkeit eine „Hundsarbeit“ sei, die ohne Bezahlung und mit großer Anstrengung verbunden sei. Sie forderte konkrete Maßnahmen von der Regierung, nachdem Stocker seine Aussage entschuldigt hatte (meinbezirk.at).
Die Chefin der Arbeiterkammer bezeichnete die Aussage als „unfassbar“, da sie die Realität vieler Eltern nicht reflektiert. Viele Kritikpunkte kamen nicht nur von der Opposition, sondern auch aus der eigenen ÖVP-Fraktion, etwa von Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom (orf.at). Anderl betont, dass die Care-Arbeit, insbesondere im Frauenhand, weiterhin eine große Herausforderung bleibt.




















