Eine 14-jährige Jugendliche aus Wien wurde am Mittwoch nach einem versuchten Mord an einer Pensionistin verurteilt. Die Anklage sah in ihr eine Mitverschuldung, da sie in Chatnachrichten ihre Mordfantasien unterstützt hatte. Die Jugendliche wurde zu drei Jahren teilbedingter Haft verurteilt.

Die Tat ereignete sich am 23. Februar, als die Opferin zufällig am Baumgartner Friedhof unterwegs war. Laut den Ermittlungen hatte die Jugendliche ihre Mordpläne in der Vergangenheit bereits geäußert. Die Staatsanwaltschaft hatte die Verantwortung der Jugendlichen im Rahmen der Jugendstrafverfahrensordnung geprüft.

Die Verurteilung wurde am Mittwoch im Wiener Landesgericht bekanntgegeben. Die Jugendliche wird nun unter Auflagen inhaftiert. Die Ermittlungen zeigen, dass die Tat auf eine geplante Aktion zurückging, die durch die Unterstützung der Freundin in den sozialen Medien gefördert wurde.

Die Familie der Opfer hat die Verurteilung als gerecht bewertet. Die Jugendliche wird in der Folge unter psychologischer Betreuung gestellt. Die Staatsanwaltschaft betont, dass die Tat ein schwerwiegender Fall der Jugendstrafverfolgung sei.