Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, hat nach seinem Sieg klar gemacht, dass er eine Regierung führen will. Doch gleichzeitig hat er seine Forderungen nach einer Koalition mit anderen Parteien unterstrichen. Nach vorläufigen Hochrechnungen stand die AfD mit 44 Prozent der Stimmen vorne, doch eine absolute Mehrheit blieb aus. Siegmund betonte, dass seine Partei demokratisch sei, und unterstrich, dass seine Hand ausgestreckt sei – solange Kooperationspartner die Standpunkte der AfD übernehmen.
Die AfD hat in Sachsen-Anhalt einen historischen Sieg erzielt, doch die Regierungsbildung dürfte komplex werden. Viele Wähler stimmten für Siegmund, weil sie ihn als beliebten Politiker sahen. Gleichzeitig stürzte die CDU auf unter 20 Prozent ab. Siegmund lehnte eine Minderheitsregierung ab und setzte den Medienstaatsvertrag auf den Prüfstand. Die Zukunft der Regierung hängt nun von der Fähigkeit ab, eine Koalition zu bilden.


















