Künstliche Intelligenz verändert die historische Forschung. Mittelalterforscher Helmut Reimitz betont, dass KI die Möglichkeit bietet, historische Fragen in einem bisher unvorstellbaren Umfang zu untersuchen. Der designierte Direktor des ÖAW-Institutes für Mittelalterforschung und Professor an der Uni Wien erklärt, dass die Forschungsmethoden sich grundlegend verändern. KI ermöglicht es, Daten schneller zu analysieren und Muster zu erkennen, die vorher manuell kaum zu finden waren. Dies könnte dazu führen, dass Historiker neue Fragestellungen entwickeln. Die Forschung wird dadurch präziser und umfassender. Reimitz betont jedoch, dass die Technologie noch in der Entwicklung ist und die historische Interpretation weiterhin menschliche Expertise erfordert. Die KI ist also ein Werkzeug, nicht der Ersatz für historisches Denken.