Die russische Kinderserie „Mascha und der Bär“ steht im Zentrum eines Kontroversen um ihre mögliche Propagandafunktion. Großbritannien und Estland haben ein Verbot für Streaming-Dienste angemeldet, während ukrainischer Präsident Wolodymyr Zelensky die Serie als Gefahr für die nationale Sicherheit bezeichnet. In Deutschland wird die Serie weiterhin im Kinderprogramm gesendet, obwohl sich Debatten um ihre politische Ausrichtung häufen. Die Serie, die in Russland als Kinderprogramm vermarktet wird, erzählt die Geschichte einer kleinen Mädchen, die mit einem Bären befreundet ist. In Deutschland wird sie von verschiedenen Elternverbänden und Medien kritisch betrachtet, da sie als potenziell ideologisch geprägt angesehen wird. Die Debatte zeigt, wie kulturelle Inhalte in Zeiten von geopolitischer Spannung politisch interpretiert werden können. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat eine Stellungnahme abgegeben, die die Bedeutung von Medien in der Bildung hervorhebt. Die Diskussion um die Serie spiegelt zugleich die komplexen Beziehungen zwischen den Ländern und die Rolle von Medien in der Formung von Meinungen.