Die marokkanische Regierung hat den massenhaften Andrang von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta auf Falschinformationen im Internet zurückgeführt. Nach Angaben des Innenministeriums war der Zwischenfall nicht organisiert, sondern spontan entstanden. Aktivitäten von Schleusern und eine falsche Interpretation eines spanischen Gerichtsurteils seien ebenfalls Schuld, erklärte ein Sprecher.

Bis zu 60.000 Migranten erreichten Ceuta, doch die meisten wurden nach Marokko zurückgeschickt. Die marokkanischen Behörden betonten, dass sie nicht an dem Vorgang beteiligt waren. Die spanische Regierung hingegen spricht von mindestens 72 Toten und widerspricht den Zahlen Marokkos.

Die EU hat ein Krisentreffen für Dienstag angemeldet, nachdem 22 Mitgliedstaaten Spanien kritisiert haben. Marokko weist Vorwürfe zurück und betont, dass der Andrang auf falsche Gerüchte zurückzuführen sei. Die Situation bleibt spannend, da die Opferzahlen und die Verantwortung noch nicht eindeutig geklärt sind.