Die Salzburger Festspiele präsentierten das neue Stück „Europa“ von Wajdi Mouawad, das von Krzysztof Warlikowski inszeniert wurde. Die Aufführung wurde als enttäuschend und hoffnungslos beschrieben (derstandard.at). Das Werk, das sich mit dem Thema der europäischen Identität beschäftigt, setzte auf extreme Handlungselemente wie Massaker und Kannibalismus. Die Inszenierung soll den Zuschauer bestürzen, was sie auch tat (diepresse.com).

Die Kritik betont, dass das Stück keine Katharsis bietet und stattdessen eine Tragödie im Stil von Sarah Kane inszeniert. Die Aufführung in Warschau, die in Salzburg stattfand, wurde als unglücklich und unzulänglich bewertet. Die Darstellung der europäischen Krise bleibt dabei ambivalent und ohne klare Lösung. Die Kritiker betonen, dass das Stück zwar schockierend ist, aber nicht zwingend oder emotional überzeugend.

Die Reaktionen auf das Stück sind polarisiert. Einige Zuschauer fanden die Inszenierung virtuos, andere kritisierten die fehlende Hoffnung und die unklare Botschaft. Die Aufführung bleibt ein Beispiel für das Risiko, das mit der Darstellung schwerer Themen einhergeht.

Sources
  • derstandard.at — Mouawads "Europa": Die Tragödie ist immer das Unglück der anderen
  • diepresse.com — Ein entsetzliches Stück: „Europa“ bei den Salzburger Festspielen [premium]