Mindestens 72 Migranten starben im Jahr 2024 während eines massiven Ansturms auf die spanische Exklave Ceuta, berichtet die spanische Presse. Die Tragödie wurde auf eine irreführende Social-Media-Kampagne zurückgeführt, die illegale Grenzübertritte anspornte. Ähnliche Vorfälle gab es bereits in der Vergangenheit, wobei damals die marokkanischen Behörden den Versuch unterbunden hatten.

Die Krise führte zu einer Sitzung der EU-Innenminister, die auf die Situation in Ceuta reagieren sollte. Viele der bis zu 60.000 Migranten, die die Exklave erreichten, kehrten nach Marokko zurück. Die Debatte über die Sicherheit der Außengrenzen bleibt jedoch weiterhin aktuell. Die Ursachen der plötzlichen Fluchtbewegung sind umstritten, wobei falsche Erwartungen als möglicher Auslöser genannt werden.

Einige Medien vermuten, dass Marokko eine Rolle in der Krise spielte, während andere Theorien auf die Beziehungen zu den USA oder Israel verweisen. Die EU wird dabei von innen und außen unter Druck gesetzt, insbesondere von Rechtsparteien, die die Migrationspolitik kritisieren.