Migrationskrise in Ceuta: EU fordert koordiniertes Vorgehen
Zahlreiche Migranten aus Marokko haben am Wochenende die spanische Exklave Ceuta überschritten, was die Sicherheit der EU-Außengrenzen in den Fokus rückte. Außenminister Johann Wadephul warnte vor der Anfälligkeit der Grenzen und betonte, dass eine effektive Migrationspolitik ohne die Zusammenarbeit mit Drittstaaten nicht funktionieren könne. Die Situation in Ceuta bezeichnete er als „absoluten Stresstest“ und forderte eine stärkere Priorisierung des Schutzes der EU-Grenzen.
Die Krise löste auch Kritik in der EU aus. Mehrere Länder forderten den Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum, nachdem bis zu 60.000 Migranten in Ceuta ankamen. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez bezeichnete diese Forderungen als „Ignoranz“ und zeigte sich verärgert über die Kritik. Nachdem die meisten Migranten wieder nach Marokko zurückgekehrt sind, bleibt die Sicherheit der Außengrenzen ein zentrales Thema für die EU.
Am Dienstag treffen sich die Innenminister der EU zu einer Sondersitzung, um ein koordiniertes Vorgehen zu diskutieren. 22 EU-Chefs, darunter Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker, betonen die Notwendigkeit einer gemeinsamen Strategie. Die SPD-Chef Lars Klingbeil forderte zudem Solidarität mit Spanien und begrüßte die schnelle Reaktion der spanischen Behörden.
























