Die Bündnis-Sahra-Wagenknecht-Partei (BSW) in Thüringen erlebt eine schwere Krise. Neun weitere Abgeordnete haben angekündigt, die Landtagsfraktion zu verlassen. Damit droht der Partei, ihre parlamentarische Stärke zu verlieren. Die Austrittswelle folgt auf den Rückzug von drei Abgeordneten, die bereits vorher das BSW verlassen hatten.

Der Parteichef der Linken, Luigi Pantisano, bezeichnet das BSW als „gescheitert“. Er kritisiert, dass die Partei nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter keine klare politische Richtung mehr hat. Sahra Wagenknecht, Gründungspartei der BSW, sieht in den Austritten Kalkül. Sie warnte, dass die Partei ohne klare Positionen und ohne stabile Fraktion nicht mehr funktionieren könne.

Die Fraktionschefin des BSW, Katja Hupach, versicherte, die Partei werde weiterhin zur Koalition mit CDU und SPD stehen. Dennoch bleibt unklar, wie die Austritte die Regierungskoalition beeinflussen werden. Die Regierung in Thüringen steht nun vor einer ungewissen Zukunft.