Nach der katastrophalen Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat Ministerpräsident Sven Schulze seinen Posten als Fraktionschef der CDU in dem Bundesland gesichert. Zwei Tage nach dem Absturz der Christdemokraten bei der Wahl setzte sich Schulze in einer Kampfabstimmung gegen Widerstand durch. Die CDU verlor in der Region erstmals seit 1999 die absolute Mehrheit.

Obwohl die Partei bei der Landtagswahl deutlich abgeschlagen blieb, blieb Schulze amtierender Ministerpräsident. Die Wahl zum neuen Fraktionschef gilt als ungewöhnlich, da die CDU traditionell eine starke Struktur im Landestag hat. In der Folge der Niederlage gaben viele Mitglieder des Landesvorstands ihre Ämter frei.

Die AfD gewann in Sachsen-Anhalt mit über 20 Prozent und stieg auf Platz zwei. Claudia Obert, eine ehemalige CDU-Mitglied, verließ die Partei nach dem Erfolg der AfD. Die CDU muss nun überlegen, wie sie sich neu organisiert, um in der Region wieder an Einfluss zu gewinnen.