Die Sturzflut im Himalaya zwischen Tibet und Nepal hat bislang mindestens 472 Tote geführt. Experten warnen vor weiteren Überschwemmungen, da ein durch Erdrutschen aufgestauter See droht, über die Ufer zu treten. Die Zahl der Vermissten liegt bei über 1400.

Die Katastrophe begann mit heftigen Regenfällen, die zu massiven Überschwemmungen und Erdrutschen führten. In der Region zwischen China und Nepal wurden bereits mehrere hundert Menschen in Sicherheit gebracht, darunter 555 Touristen. Die Bergungsarbeiten wurden jedoch vorerst unterbrochen, um die Sicherheit der Rettungskräfte zu gewährleisten.

Die chinesische Regierung hat den Rettungseinsatz vorübergehend eingestellt, nachdem ein durch einen Erdrutsch entstandener See die Gefahr einer neuen Flut darstellt. Die lokale Polizei in Nepal meldete am Freitag 469 Tote, wodurch die Gesamtzahl der bestätigten Toten in beiden Ländern auf 472 stieg. Die Suche nach Überlebenden wird weiterhin fortgesetzt.