Mehr als 500 Menschen sind bei der verheerenden Sturzflut in Nepal ums Leben gekommen. Die Zahl der Toten stieg bis Freitag auf 538, berichteten nepalesische Behörden. Die Rettungsarbeiten sind aufgrund von gestauten Seen und weiteren Gefahren erschwert. In der Region Tibet wurden bisher drei Tote registriert, was die Gesamtzahl der Opfer auf 472 bringt.

Die Katastrophe traf das Trishuli-Tal im Himalaya plötzlich und mit großer Gewalt. Überlebende beschreiben die Schlammlawine als „wie eine Bombe“, die das Dorf völlig überraschte. Viele Häuser und Fahrzeuge wurden zerstört, und zahlreiche Menschen sind immer noch vermisst. Die Suche wird durch die instabile Lage und die Gefahr von weiteren Überschwemmungen behindert.

Eine vierköpfige deutsche Familie wurde am Freitag gerettet und in Sicherheit gebracht. Laut dem Auswärtigen Amt sind unter den über 1400 Vermissten „eine niedrige zweistellige Zahl“ Deutsche. Die Rettungsbemühungen dauern an, doch die Situation bleibt unklar und gefährlich.

Die Region leidet unter den Folgen der Katastrophe, und die Bemühungen um die Rettung der Verletzten und Verstorbenen sind weiterhin von Herausforderungen begleitet.